Was ist ADHS bei Erwachsenen?

«ADHS ist keine Krankheit. Es ist eine Kraft, Dinge auf kreativen Wegen zu erreichen, die für andere Menschen untypisch sind.»

(Quelle Buch, die kleine ADHS-Sprechstunde von Dr. med. Gerrit Scherf)

«Du kannst die Wellen nicht stoppen, aber du kannst lernen, sie zu reiten.»

(Jon Kabat-Zinn)

Die ADHS-Symptome sehen oft etwas anders aus als bei Kindern:

  1. Unaufmerksamkeit 

  • Schwierigkeiten, sich länger zu konzentrieren
  • häufig Dinge vergessen oder verlieren
  • Probleme mit Organisation und Planung
  • Aufgaben anfangen, aber nicht fertig machen
  1. Innere Unruhe

  • Gefühl, ständig „unter Strom“ zu stehen
  • Schwierigkeiten, sich zu entspannen
  • Ungeduld, schnell genervt
  1. Impulsivität

  • Dinge sagen oder tun, ohne nachzudenken
  • spontane Entscheidungen
  • Probleme mit Selbstkontrolle (z. B. bei Geld, Essen, Zeit)

Wie sich ADHS im Alltag zeigen kann

Bei Erwachsenen kann ADHS z. B. zu Problemen führen bei:

  • Arbeit oder Studium
  • Zeitmanagement
  • Beziehungen
  • Stressbewältigung
  • Selbstorganisation
  • Autofahren

ADHS als eine Stärke betrachten. Menschen mit ADHS sind oft:

  • sehr kreativ und intuitiv
  • spontan
  • energiegeladen
  • stark interessiert an Themen, die sie wirklich faszinieren
  • sind sehr ehrlich im Umgang mit Menschen und tragen ihr Herz auf der Zunge
  • hilfsbereit

Ursache

 Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt, aber eine Rolle spielen:

  • genetische Faktoren / Vererbung
  • Unterschiede in bestimmten Botenstoffen im Gehirn (z. B. Dopamin)
  • Entwicklung des Gehirns

Diagnose

 Die Diagnose stellt meist:

  • ein Psychiater
  • ein Psychologe
  • Im Kindesalter ein Kinderarzt (Pädiater)

Sie basiert auf:

  • ausführlichen Gesprächen mit einer Fachperson
  • aus verschiedenen Fragebögen
  • Informationen aus der Kindheit
  • Diagnostischen Kriterien nach DSM-IV

Behandlung – Multimodales Vorgehen

 Behandlung kann eine Kombination sein aus:

  • Psychotherapie (z. B. Verhaltenstherapie)
  • Medikamente (z. B. Methylphenidat oder Lisdexamfetamin)
  • ADHS-Coaching für Organisation und Alltag
  • ADHS-Gesprächsgruppen
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